Erklärung der Automatisierten Insulin-Dosierung.

Die Automatisierte Insulin-Dosierung (AID) revolutioniert die Art und Weise, wie Patient*innen ihren Typ-1-Diabetes behandeln. 

Finden wir heraus, was es damit auf sich hat.

Omnipod 5 with Pod and Dexcom G6, G7 with adhesive in mg/dL in German Omnipod 5 with Pod and Dexcom G6, G7 with adhesive in mg/dL in German

Was ist die Automatisierte Insulin-Dosierung?

Automatisierte Insulin-Dosierungssysteme (AID), auch bekannt als Hybrid-Closed-Loop (HCL)‑Systeme, kombinieren eine Insulinpumpe und eine kontinuierliche Glukosemessung (CGM), um automatisch Insulin auf der Grundlage von Echtzeit-Glukosemessungen abzugeben. 

AID verwendet einen Algorithmus zur regelmäßigen Anpassung der Insulindosis in kleinen Mengen und passt sich kontinuierlich an die Schwankungen des Glukosespiegels des Benutzers/der Benutzerin an.

Mit dieser präzisen und personalisierten Dosierung kann die automatisierte Insulin-Dosierung die Glukosekontrolle verbessern und einen Teil der Belastung durch das Diabetesmanagement verringern. 

Wie funktioniert die Automatisierte Insulin-Dosierung?

Ein AID-System besteht aus drei Hauptbestandteilen - einer Insulinpumpe, einem CGM und einem Kontrollalgorithmus. 

Klicken Sie auf die unten stehenden Module, um mehr über Insulinpumpen und CGMs zu erfahren, oder lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie sie mit dem Algorithmus kombiniert werden können, um ein wenig AID-Magie zu erzeugen!

Die AID ermöglicht einen vollständigen Kommunikationskreislauf zwischen der Insulinpumpe oder dem Pod, der CGM und einem Kontrollalgorithmus. Vereinfacht ausgedrückt, kommuniziert die CGM mit der Pumpe oder dem Pod, wo der Algorithmus dann automatisch die Insulinabgabe erhöht, verringert oder pausiert, je nachdem, ob der Glukosewert steigt oder fällt.

Die Systeme passen sich an die individuellen Bedürfnisse und Verhaltensweisen Ihres Körpers an und berücksichtigen dabei Dinge wie Nahrungsaufnahme, Bewegung und Stress. Sie müssen weiterhin Insulin für die Nahrungs- und Korrekturdosen als Bolus verabreichen.

Wie funktioniert das also?

 

In der Regel geschieht alle 5 bis 10 Minuten Folgendes:

  • Die CGM meldet Ihre Glukosewerte an den Algorithmus
  • Der Algorithmus berechnet, ob die Insulindosierung erhöht, verringert, beibehalten oder ganz eingestellt werden muss
  • Der Algorithmus sendet den Befehl an die Pumpe oder den Pod
  • Die Pumpe oder der Pod reagiert auf den Befehl 
  • Die CGM erfasst alle Änderungen Ihres Glukosewerts und meldet diese an den Algorithmus... und der Kreis schließt sich. Daher auch der Begriff „Loop“ (Kreis).
Pod CGM Graphic Pod CGM Graphic

 

Wie kann dies Menschen mit Typ-1-Diabetes helfen?

AID-Systeme stellen eine interessante Entwicklung in der Diabetestechnologie dar, da die automatisierte Anpassung der Insulinabgabe dazu beitragen kann, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, Hypoglykämien (Unterzuckerungen) zu verringern und die Zeit im Zielbereich zu verlängern. 

Ein AID-System kann dazu beitragen, die Belastung durch den Umgang mit Ihrem Diabetes zu verringern und die hohen und niedrigen Werte tagsüber und nachts zu reduzieren.

Zusätzliche Funktionen können Menschen mit Diabetes auch in Zeiten mit erhöhtem Hypoglykämierisiko unterstützen, etwa beim Sport. 

Für weitere Informationen finden Sie hier einige nützliche Links zur AID-Technologie:
https://www.diabetes.org.uk/guide-to-diabetes/diabetes-technology/closed-loop-systems
https://jdrf.org.uk/information-support/treatments-technologies/continuous-glucose-monitors/hybrid-closed-loop-technology/
https://abcd.care/dtn/educational-resources-people-living-diabetes

In Deutschland gibt es inzwischen mehrere Hybrid-Closed-Loop-Systeme, sprechen Sie mit Ihrem Diabetesteam über die möglichen Optionen. Nachstehend erfahren Sie mehr über das AID-System von Insulet: Das Omnipod® 5 Automatisierte Insulin-Dosierungssystem.

Freuen Sie sich auf die schlauchlose automatisierte Insulindosierung mit Omnipod® 5

Omnipod 5 ist das erste schlauchlose AID-System, das sich mit der kontinuierlichen Glukosemessung Dexcom G6* kombinieren lässt und eine automatisierte Insulindosierung ohne Injektionen, Schläuche UND Blutzuckermessungen ermöglicht**. 

**Fingerstiche sind für die Entscheidung über eine Diabetesbehandlung erforderlich, wenn die Symptome oder Erwartungen nicht mit den Messwerten übereinstimmen.

Omnipod 5 ist für Menschen mit Typ-1-Diabetes ab 2 Jahren zugelassen. 

*Für das Dexcom G6-CGM ist eine separate Verschreibung erforderlich. Das Dexcom G6 ist separat erhältlich und muss mit der mobilen Dexcom G6-App verwendet werden. Der Dexcom G6-Empfänger ist nicht kompatibel mit dem Omnipod 5-System.

Automatisierte Insulin-Dosierung leicht gemacht.

Pod CGM Graph Pod CGM Graph
‡Der Pod ist mit seiner Schutzart IP28 bis zu einer Tiefe von 7,60 Metern bis zu 60 Minuten lang wasserdicht. Der PDM/das Steuergerät ist nicht wasserdicht.
Das Dexcom G6 ist ohne das erforderliche Klebepolster dargestellt.

Sie wählen Ihren Glukose-Zielwert. Es gibt 5 Optionen zwischen 110 mg/dl und 150 mg/dl bzw. 6,1 mmol/L und 8,3 mmol/L

Mit unserem SmartAdjust™-Algorithmus passt der Omnipod 5 Ihre Insulindosierung alle 5 Minuten an, indem er auf die Daten und Trends des Dexcom G6 CGM reagiert.

Jeder tragbare, wasserdichte Pod kann bis zu drei Tage (72 Stunden) lang kontinuierlich Insulin abgeben.

Bolusdosen werden von Ihnen mit dem Omnipod 5 Steuergerät verabreicht.

Das Ergebnis? Weniger Zeit im Unterzucker, mehr Zeit im Zielbereich und ein niedrigerer HbA1c-Wert.2

Zusätzliche Merkmale des Omnipod 5 AID-Systems

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SmartBolus-Rechner.

Sie geben nach wie vor Ihre Bolusdosen für Lebensmittel ab und dosieren Insulinkorrekturen für höhere Glukosewerte manuell, aber der SmartBolus‑Rechner schlägt Bolusmengen vor, die auf individuellen Einstellungen, eingegebenen Werten und CGM-Trends basieren, wenn die Glukosewerte gleichbleibend sind, steigen oder fallen

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Aktivitätsfunktion.

In Zeiten, in denen Ihr Glukosewert typischerweise zu niedrig ist, wie z. B. beim Sport, erhöht die Aktivitätsfunktion des Omnipod 5 automatisch den Glukose-Zielwert und reduziert die Insulinabgabe.

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Ist Omnipod 5 das Richtige für mich?

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Omnipod 5 Automatisierte Insulin-Dosierungssystem?

Ist ein AID-System dasselbe wie ein Hybrid-Closed-Loop-System?

Wann wird der Omnipod 5 in Deutschland erhältlich sein?

Was muss ich wissen, um auf den Omnipod 5 vorbereitet zu sein?

Jessica Sparks Lilley (Kinderendokrinologin)

Artikel von

Jessica Sparks Lilley (Kinderendokrinologin)

Zuletzt aktualisiert 20/02/2026

Jessica Sparks Lilley ist Kinderendokrinologin und leitende Managerin für den Bereich Medical Affairs bei der Insulet Corporation. Ihrer Tätigkeit in diesem Bereich widmete sie sich aufgrund von Familienmitgliedern, bei denen in der frühen Kindheit Diabetes Melitus Typ 1 (T1DM) diagnostiziert wurde. Ihre Ausbildung machte sie am Vanderbilt Children’s Hospital und am Children’s Hospital of Philadelphia. Aufgrund ihrer Liebe zu ihrer Heimat praktizierte sie 13 Jahre lang im ländlichen Mississippi. Zunächst schuf sie dort eine akademisch ausgerichtete Klinik und später ein neues Universitätsklinikum mit verschiedenen Fachgebieten von Grund auf. Sie schrieb eine regelmäßige Kolumne auf der Seite Medscape namens „It’s a Small World“ zu einer Vielzahl von Themen in der pädiatrischen Endokrinologie. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Bereiche wie Rechenfertigkeiten im Zusammenhang mit Diabetes sowie genetisch bedingte Fettstoffwechselstörungen. Sie hat die Organisationen „Breakthrough T1D“ und die „Diabetes Foundation of Mississippi“ aktiv unterstützt. Sie setzt sich leidenschaftlich dafür ein, den Zugang zu Diabetes-Technologie für Menschen mit Diabetes auszuweiten. Im Jahr 2024 wurde sie Teil von Insulet, nachdem sie die weitreichende Wirkung der automatisierten Insulingabe bei ihren Patient*innen und Angehörigen miterlebt hatte.

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Referenzen und Haftungsausschlüsse

1. ADA Standards of Medical Care in Diabetes – 2021. Diabetes Care. 2021;44(S1):S1-S232.
2.  Brown S. et al. Diabetes Care. 2021;44:1630-1640. Prospektive Zulassungsstudie mit 235 Teilnehmer*innen mit T1D im Alter von 6 bis 70 Jahren. Die Studie umfasste eine 14-tägige Standardtherapiephase (ST), gefolgt von einer 3-monatigen Omnipod 5 Hybrid-Closed-Loop (HCL)-Phase. Durchschnittliche Zeit im Zielbereich (70-180 mg/dL oder 3,9-10 mmol/L) bei Erwachsenen/Jugendlichen und Kindern, gemessen mit kontinuierlicher Glukosemessung (CGM): ST = 64,7 %, 3 Monate Omnipod 5 = 73,9 %, P < 0,0001; bzw. ST = 52,5 %, 3 Monate Omnipod 5 = 68,0 %, P < 0,0001. Durchschnittliche Zeit > 180 mg/dL (12-6 Uhr) wie bei Erwachsenen/Jugendlichen und Kindern, ST vs. 3 Monate Omnipod 5: 32,1 % vs. 20,7 %; 42,2 % vs. 20,7 %, jeweils P < 0,0001. Durchschnittliche Zeit > 180 mg/dL (6 12 Uhr) bei Erwachsenen/Jugendlichen und Kindern, ST vs. 3 Monate Omnipod 5: 32,6 % vs. 26,1 %; 46,4 % vs. 33,4 %, jeweils P < 0,0001. Mediane Zeit bei < 70 mg/dL (12-6 Uhr) bei Erwachsenen/Jugendlichen und Kindern, ST vs. 3 Monate Omnipod 5: 2,07 % vs. 0,82 %, P < 0,0001; bzw. 0,78 % vs. 0,78 %, P = 0,0456. Mediane Zeit < 70 mg/dL (6-12 Uhr) bei Erwachsenen/Jugendlichen und Kindern, ST vs. 3 Monate Omnipod 5: 1,91 % vs. 1,08 %, P < 0,0001; bzw. 1,17 % vs. 1,62 %, P = 0,2545. Ergebnisse gemessen mittels CGM.