Glukosekontrolle 101

Vielleicht haben Sie schon von oder „kontinuierlicher Glukosemessung" (CGM) gehört, aber was bewirken diese Geräte eigentlich? Wie können sie Menschen mit Typ-1-Diabetes helfen? Und wie funktionieren sie bei der Omnipod® Pod-Therapie? Finden wir es heraus!

Was ist eine Glukosemessung?

Kontinuierliche Glukosemessungen ermöglichen es den Nutzern, ihren Glukosewert zu überprüfen, ohne sich in den Finger stechen zu müssen. 

Jedes Gerät verwendet einen Sensor - ein kleines, drahtloses Gerät, das Sie am Körper tragen -, der Ihren Glukosewert über die Flüssigkeit unter Ihrer Haut, die so genannte „Zwischenzellflüssigkeit“, misst. Dieser Wert unterscheidet sich geringfügig von der Glukosemessung, die mit Hilfe von Stechhilfen durchgeführt wird, da er dem Glukosewert des Blutes um bis zu 15 Minuten hinterherhinkt.

Möglicherweise müssen Sie sich trotzdem gelegentlich in den Finger stechen, z. B. wenn Ihr Empfinden nicht mit dem Messwert übereinstimmt oder wenn Sie vor der Behandlung eines zu hohen oder zu niedrigen Sensorwerts noch einmal nachsehen möchten. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Diabetes-Kit auch ein Blutzuckermessgerät enthält, mit dem Sie Blutzuckermessungen durchführen können1.

Wie funktioniert CGM?

Kontinuierliche Glukosemessgeräte messen den Glukosegehalt in der Zwischenzellflüssigkeit direkt unter der Haut und ermöglichen es dem/der Benutzer*in, diese Informationen auf einem Smartphone oder einem anderen Gerät anzuzeigen. 

Sie bieten auch die Möglichkeit zu sehen, ob die Glukosewerte hoch oder niedrig, steigend, fallend oder stabil sind. Man spricht hier von einem „Trend“, und die Anwender können früher handeln, wenn sie einen Anstieg oder ein Absinken des Glukosewerts feststellen. CGM‑Diagramme können dabei helfen, die Glukosetrends einer Person besser zu verstehen und herauszufinden, was den Glukosewert beeinflusst. 

Mit einem CGM können Sie Alarme und Warnhinweise einstellen, wenn Ihr Glukosewert zu hoch oder zu niedrig wird. 

Dexcom G6 Dexcom G6
1 https://www.diabetes.org.uk/guide-to-diabetes/diabetes-technology/flash-glucose-monitors-and-continuous-glucose-monitors

 

Wie kann eine kontinuierliche Glukosemessung beim Management von Typ-1-Diabetes helfen?

Die Glukoseinformationen und -trends geben Diabetiker*innen einen besseren Überblick darüber, wie sich ihre Glukosewerte zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages entwickeln. Diese Informationen können als Grundlage für Behandlungsentscheidungen dienen, z. B. beim Aufwachen, beim Essen oder beim Sport.

Einige CGM-Geräte warnen Sie auch, wenn Ihr Glukosewert zu hoch oder zu niedrig ist, oder sagen sogar Hypoglykämien voraus. Diese Funktion kann dazu beitragen, dass Sie bei einer Hypoglykämie oder Hyperglykämie ruhiger bleiben. 

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die kontinuierliche Glukosemessung Menschen mit Typ-1-Diabetes helfen kann, ihre Zeit im Zielbereich zu verbessern und ihren HbA1c-Wert zu senken, ohne das Risiko einer Hypoglykämie zu erhöhen.2, 3

 

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Kann ich ein Glukosemessgerät zusammen mit einer Pumpe verwenden?

Die kurze Antwort lautet: Ja. 

So kann zum Beispiel jedes beliebige Glukosemessgerät zusammen mit Ihrem Omnipod DASH®-System verwendet werden, um Ihren Glukosewert zu überwachen. Der/die Benutzer*in gibt diese Messwerte manuell in den Personal Diabetes Manager (PDM) ein, um einen Mahlzeiten- oder Korrekturbolus zu erhalten.

Das Omnipod® 5-System ist derzeit mit dem Dexcom G6 CGM direkt kompatibel, um eine automatisierte Insulindosierung (AID) zu ermöglichen.

Echtzeit-Glukosemessungen (rtCGM) sind ein wesentlicher Bestandteil von Automatisierten Insulin‑Dosierungssystemen (AID) oder Hybrid-Closed-Loop-Systemen (HCL), wie dem Omnipod 5.

Die Glukosemesswerte der rtCGM werden drahtlos an die Pumpe oder den Pod gesendet, wo ein integrierter Algorithmus die automatische Abgabe von Basalinsulin entsprechend Ihren persönlichen Bedürfnissen kontinuierlich anpasst. Dies kann dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, Hypoglykämien zu verringern und die Zeit im Zielbereich zu verlängern4. In unserem Modul Was ist die Automatisierte Insulindosierung werden wir dies noch ausführlicher behandeln.

*Benutzer*innen müssen weiterhin manuell einen Bolus für Mahlzeiten und Korrekturen verabreichen

Ist Omnipod 5 das Richtige für mich?

Erfahren Sie mehr über das Omnipod 5 Automatisierte Insulin-Dosierungssystem und wie es mit dem Dexcom G6 zusammenarbeitet, um Ihre rtCGM-Daten und -Trends zu berücksichtigen und die Insulinabgabe automatisch anzupassen.

Häufig gestellte Fragen

Wie unterscheidet sich eine kontinuierliches Glukosemessung von einem Fingerstich-Test?

Wie oft müssen Sie einen CGM-Sensor wechseln?

Wo kann ich ein CGM tragen?

Kann ich meine Glukosewerte mit Freunden und Familie teilen?

Was ist das Omnipod 5 Automatisierte Insulin-Dosierungssystem?

Die automatisierte Insulin-Dosierung (AID) revolutioniert die Art und Weise, wie Menschen mit ihrem Typ-1-Diabetes umgehen. Lassen Sie uns herausfinden, was es damit auf sich hat.

Jessica Sparks Lilley (Kinderendokrinologin)

Artikel von

Jessica Sparks Lilley (Kinderendokrinologin)

Zuletzt aktualisiert 20/02/2026

Jessica Sparks Lilley ist Kinderendokrinologin und leitende Managerin für den Bereich Medical Affairs bei der Insulet Corporation. Ihrer Tätigkeit in diesem Bereich widmete sie sich aufgrund von Familienmitgliedern, bei denen in der frühen Kindheit Diabetes Melitus Typ 1 (T1DM) diagnostiziert wurde. Ihre Ausbildung machte sie am Vanderbilt Children’s Hospital und am Children’s Hospital of Philadelphia. Aufgrund ihrer Liebe zu ihrer Heimat praktizierte sie 13 Jahre lang im ländlichen Mississippi. Zunächst schuf sie dort eine akademisch ausgerichtete Klinik und später ein neues Universitätsklinikum mit verschiedenen Fachgebieten von Grund auf. Sie schrieb eine regelmäßige Kolumne auf der Seite Medscape namens „It’s a Small World“ zu einer Vielzahl von Themen in der pädiatrischen Endokrinologie. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Bereiche wie Rechenfertigkeiten im Zusammenhang mit Diabetes sowie genetisch bedingte Fettstoffwechselstörungen. Sie hat die Organisationen „Breakthrough T1D“ und die „Diabetes Foundation of Mississippi“ aktiv unterstützt. Sie setzt sich leidenschaftlich dafür ein, den Zugang zu Diabetes-Technologie für Menschen mit Diabetes auszuweiten. Im Jahr 2024 wurde sie Teil von Insulet, nachdem sie die weitreichende Wirkung der automatisierten Insulingabe bei ihren Patient*innen und Angehörigen miterlebt hatte.

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Referenzen und Haftungsausschlüsse

References and disclaimers:

1 https://www.diabetes.org.uk/guide-to-diabetes/diabetes-technology/flash-glucose-monitors-and-continuous-glucose-monitors

2 Beck RW, et al. JAMA. 2017;317(4):371-378 via https://www.dexcom.com/

3 Welsh, JB et al. Diabetes Technol Ther. 2019;21(3) via https://www.dexcom.com
4 ADA Standards of Medical Care in Diabetes – 2021. Diabetes Care. 2021;44(S1):S1-S232
5 https://www.dexcom.com/en-GB/uk-why-cgm 
6 https://www.dexcom.com/en-GB/faqs/where-can-i-insert-my-g6-sensor