Guten Morgen. Ich habe das Gefühl, dass ich seit kurzem, immer wenn ich über meinen Diabetes spreche, dies auf negative Weise tue. Aber ich schwöre, es ist nicht immer schlecht. Ich habe VIELE gute Tage. Eigentlich meistens gute Tage, aber über sie scheine ich einfach nicht so viel zu reden.

Wie dem auch sei. Seit kurzem habe ich versucht, meine mentale Einstellung zu ändern, wenn ich einen dieser „schlechten Tage“ habe, weil, um ehrlich zu sein, bin ich dann ein Mensch, der sich in die Decke wickelt und den ganzen Tag Netflix schaut.

ICH SCHÄME MICH NICHT. Aber das macht meinen Tag nicht notwendigerweise besser. Mich in meiner Diabetes-Verzweiflung zu suhlen, ändert nichts. Ich habe versucht, Dinge zu tun, die mich etwas GLÜCKLICHER UND POSITIVER machen, wenn es nicht so läuft, wie ich es gerne möchte.


1.    SCHONE DICH EIN BISSCHEN

Dieses Vorhaben kann schwierig sein. Unser Job ist es uns rund um die Uhr, sieben Tage die Woche um unsere Krankheit zu kümmern, die wir nicht bestellt haben, nicht wahr? Warum habe ich also das Gefühl die ganze Zeit dabei irgendwie perfekt sein zu müssen? Wir müssen wie eine Bauchspeicheldrüse denken... aber woher wissen wir, was eine Bauchspeicheldrüse denkt??? Also: Sei nett zu dir selbst. Du machst deinen Job schon ziemlich gut.

2.    SPORT TREIBEN

Sport treiben ist GUT, wenn ich mich tatsächlich motiviert fühle, etwas zu tun. Ich zum Beispiel, gehe ins Fitnessstudio, aber jeder Sport ist gut, weil ich mich danach auch immer so gut fühle. Durch das Sporttreiben werden auch Endorphine ausgeschüttet, die deinen Wohlfühlfaktor erhöhen1. ENDORPHINE, BABY.

3.    SPAZIEREN GEHEN

Das ähnelt natürlich dem Sport treiben, aber einen Spaziergang zu machen, zwingt mich, das Haus zu verlassen. Man geht raus an die frische Luft und es hilft einem, die Gedanken von allen Stressfaktoren abzulenken, die man hat. Es gibt nichts Schlimmeres, als stundenlang seine eigenen vier Wände anzustarren. Außerdem kann spazieren gehen helfen, diesen hartnäckigen Glukosespiegel zu senken... alle gewinnen.

4.    TREFFE FREUNDE ODER FAMILIE

Triff dich mit Freunden oder Angehörigen. Tut einfach das, was Ihr gern gemeinsam tut. Kaffee und Kuchen sind da mein Ding. Nichts ist besser als eine geliebte Person zu treffen, um Dampf abzulassen oder um sich einfach von Dingen abzulenken. Lachen ist die beste Medizin. Gewissermaßen.

5.    BLOGS LESEN/PODCASTS ANHÖREN

Das ist etwas, womit ich tatsächlich erst vor kurzem begonnen habe, aber es macht mir viel Spaß. Besonders Podcasts kann man morgens beim Fertigmachen anhören und sich inspirieren lassen. Es gibt SO VIELE Diabetes-bezogene Podcasts. Außerdem ist da noch etwas anderes, wenn man den Geschichten anderer Menschen zuhört. Das kann einen ziemlich beruhigen. (Man fühlt sich weniger VERRÜCKT und allein.)

6.    FEIERE DIE KLEINEN DINGE

Das ist wahrscheinlich das Wichtigste für mich. Diabetes kann richtig hart sein und wir wissen alle, dass es nicht einfach nur aus Essen und Insulin injizieren besteht. Da gibt es die Fingerstiche, Injektionen, Katheter-/Pod-Wechsel, Unterzuckerung, Überzuckerung, Kohlenhydratzählungen, Arzttermine, zur Apotheke fahren und die Liste geht weiter und WEITER. Nimm dir also immer einen Moment Zeit, um für die kleinen Dinge dankbar zu sein, wie klein sie auch immer sein mögen, denn du leistest verdammt gute Arbeit!!

Vielen Dank fürs Lesen, Leute. Ich hoffe, dass euch wenigstens einer dieser Tipps auf eurem Weg weiterhilft. Wir sehen uns bald. Cally x

Veröffentlicht am 06. Januar 2020


Von Cally Roberts

Ich bin 22 Jahre alt und habe seit 12 Jahren Typ 1 Diabetes. Ich bin derzeit an einer Akademie, wo ich zur Kinderpflegekraft ausgebildet werde, und ich hoffe, dass ich eines Tages eine Diabetes-Fachpflegekraft werden kann, die anderen wie mir hilft und sie unterstützt.

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Insulet hat Cally Roberts ein Honorar für die Erstellung dieses Contents bezahlt.

Referenzen:

  1. 1. Sport treiben ist gut für den Kopf: simplyhealth.co.uk


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